Steuernews für Ärzte

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Umsatzsteuererhöhung 2007

Regelsatz. Zum 1.1.2007 wird der Regelsteuersatz von 16 % auf 19 % angehoben; der ermäßigte Steuersatz in Höhe von 7 % bleibt unverändert. Besonders betroffen von der Steuersatzerhöhung sind Ärzte und Vertreter aller übrigen Heilberufe, da diese im Regelfall keinen Vorsteuerabzug geltend machen können. Der neue höhere Steuersatz gilt stets für solche Umsätze, die nach dem 1.1.2007 bewirkt werden.

Zeitpunkt.
Entscheidend ist also das Datum der Leistungsausführung. Dieses ist bei einer Warenlieferung der Zeitpunkt der Verschaffung der Verfügungsmacht oder der Zeitpunkt, in dem eine Dienstleistung beendet worden ist. Nicht maßgeblich ist, wann ein Vertrag geschlossen wurde, die Rechnung gestellt, empfangen oder bezahlt worden ist.

Beispiel:
Der Arzt bestellt noch im Dezember ein Laborgerät, die Lieferung erfolgt im Januar. Es ist bereits die höhere Umsatzsteuer zu zahlen. Dasselbe würde gelten, wenn sich der Arzt von einem EDV-Berater eine neue Computeranlage hat einrichten lassen und der Computerfachmann seine Dienstleistung erst im Januar 2007 beendet.
In solchen Fällen sollte vom Steuerberater geprüft werden, ob die Dienstleistung nicht in Teilleistungen abgerechnet werden kann. In solchen Fällen kann für das Teilentgelt der im Dezember 2006 erbrachten EDV-Leistungen noch der alte Steuersatz in Anspruch genommen werden. Der Arzt muss demzufolge nur für die in Anspruch genommene Teilleistung, die in den Januar fällt, den höheren Steuersatz tragen. Schließlich sollte der Arzt auch darauf achten, dass der Umsatzsteuerausweis auf Rechnungen, die 2007 für Lieferungen und Leistungen aus dem Jahr 2006 ausgestellt werden, noch zum alten Steuersatz erfolgt.

Stand: 15. November 2006

Artikel der Ausgabe Winter 2006/07

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