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Jahresbescheinigungen der Banken

Spätestens zum Jahreswechsel wird der gläserne Steuerbürger Realität! Die Finanzämter dürfen jetzt auch die zusammenfassenden Jahresbescheinigungen der Banken prüfen.
Seit 2005 sind inländische Geschäftsbanken und Finanzdienstleistungsinstitute verpflichtet, ihren Kunden solche Jahresbescheinigungen auszustellen. Die Erstellungspflicht besteht für alle privaten Konten und Depots von unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen natürlichen Personen. Die Jahresbescheinigungen enthalten sämtliche Kapitalerträge sowie eine Auflistung aller steuerrelevanten Veräußerungsgeschäfte.
Bislang bestand weder eine gesetzliche Vorlagepflicht des Steuerpflichtigen noch eine Pflicht seitens der Bank, eine Kopie ans Finanzamt zu schicken. Eine Nichtvorlage auf Verlangen des Finanzamtes rechtfertigte allerdings nach höchstrichterlicher Rechtsprechung bereits einen automatisierten Kontenabruf!

Mit dem Jahressteuergesetz 2007 erweiterte nun der Gesetzgeber das Prüfungsrecht der Finanzämter für die Anrechnung oder Erstattung von Kapitalertragsteuer um das Prüfungsrecht für die Ausstellung der Jahresbescheinigung nach § 24c EStG. Damit erhalten die Finanzämter rückwirkend für 2004 Kenntnis über alle Wertpapiergeschäfte und Einkünfte aus inländischen Kapitalanlagen, die der Arzt privat getätigt bzw. erzielt hat.

Stand: 15. November 2006

Artikel der Ausgabe Winter 2006/07

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